Reflexmatt

Ein Problem, in dem Weiß Schwarz dazu zwingt, Weiß mattzusetzen, und jede Seite sofort mattsetzen muss, sobald sie dazu in der Lage ist.

Erklärung

Ein Reflexmatt lässt sich am einfachsten über das Selbstmatt verstehen: Weiß spielt so, dass das widerstrebende Schwarz den weißen König mattsetzen muss. Das Reflexmatt behält dieses Ziel bei und ergänzt eine Zwangsregel: Kann die am Zug befindliche Seite in einem Zug mattsetzen, muss sie dies tun.

Diese Verpflichtung gilt für Weiß und Schwarz. Weiß muss daher nicht nur eine Stellung herbeiführen, in der das schwarze Matt unvermeidbar ist. Weiß muss auch vermeiden, zuvor selbst eine Mattmöglichkeit gegen den schwarzen König zu erhalten, denn dann müsste Weiß sie ausführen und würde das beabsichtigte Ziel verfehlen.

Schwarz wehrt sich gegen das Matt des weißen Königs, solange noch eine legale Wahl besteht, die nicht der Reflexregel unterliegt. Sobald mindestens ein sofortiger Mattzug vorhanden ist, darf Schwarz keinen Nichtmattzug mehr wählen. Sind mehrere sofortige Mattzüge verfügbar, darf Schwarz zwischen ihnen wählen.

Die , also die beim Diagramm angegebene Aufgabe, nennt normalerweise ein Reflexmatt in einer bestimmten Zugzahl. Beim Halbreflexmatt muss nur Schwarz mattsetzen, sobald dies möglich ist. Für Weiß gilt diese Verpflichtung nicht.

Häufige Verwechslungen

Reflexmatt und Selbstmatt

Bei beiden muss Schwarz Weiß mattsetzen. Beim Reflexmatt muss zusätzlich jede Seite sofort Matt geben, sobald sie dazu in der Lage ist.

Verwandte Begriffe

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