Erklärung
Die moderne Variante beginnt mit 1.e4 d5 2.exd5 Nf6. Statt sofort mit der Dame zurückzuschlagen, zieht Schwarz den Springer von g8 nach f6 und greift den weißen Bauern d5 an. Dadurch kann Weiß mit 3.Nc3 keine Figur entwickeln und zugleich eine Dame auf d5 angreifen.
Die Zugfolge ist in geschrieben: Felder wie e4 verbinden den Buchstaben der Linie mit der Zahl der Reihe; N steht für Springer, B für Läufer, R für Turm und Q für Dame; Bauernzüge zeigen gewöhnlich nur ihr Zielfeld, x kennzeichnet einen Schlagzug und + ein Schach. Die Züge werden paarweise gelesen, zuerst Weiß und dann Schwarz; Punkte vor einem einzeln gezeigten Zug bedeuten, dass Schwarz am Zug ist.
Weiß kann den Bauern mit 3.d4 kontrolliert zurückgeben. Nach 3...Nxd5 4.c4 greift der c-Bauer den Springer an, kontrolliert mehr Felder und gewinnt Raum. Der schwarze Springer hat sein Ausgangsfeld verlassen, kann aber zu einem zweiten Zug gezwungen werden. Weiß kann auch versuchen, den Bauern mit 3.c4 zu halten, was schärfere Antworten ermöglicht.
Der Zug 2...Nf6 führt nicht nur zu einer Art von Stellung. Ein Gambit ist ein bewusstes Materialangebot als Gegenwert für schnelles Spiel. Nach 3.d4 kann Schwarz auf d5 zurückschlagen oder mit 3...Bg4 das wählen. Nach 3.c4 kann Schwarz mit 3...e6 in das übergehen.
Modern ist ein etablierter Eröffnungsname und keine Behauptung, das Abspiel sei neuer oder besser als das System mit Damenrückschlag. Die zentrale Idee besteht darin, den Rückschlag zu verzögern, eine Figur zu entwickeln und mehrere Möglichkeiten offenzuhalten. Das Risiko ist, dass Weiß mehr Felder kontrolliert oder den Mehrbauern mehrere Züge lang behält.
Häufige Verwechslungen
Modern bedeutet nicht neu
Es ist der etablierte Name des Abspiels mit 2...Nf6. Er beschreibt weder sein Alter noch garantiert er, dass es die fortschrittlichste Wahl ist.
Quellen
- 1.Scandinavian Defense: Modern Variation, Chess.com
- 2.Scandinavian Defense: Modern Variation, Lichess
- 3.Modern Scandinavian Replay Lab & Adviser, ChessWorld
