Erklärung
Patt liegt vor, wenn die Seite am Zug keinen legalen Zug hat und ihr König nicht im Schach steht. Nach den FIDE-Regeln ist die Partie sofort remis. Eine Pattressource ist nicht zwingend das endgültige Patt: Sie kann auch eine Drohung sein, die den Angreifer zu einem Planwechsel oder zur Rückgabe von Material zwingt.
Häufige Formen der Ressource
- Die letzte Figur oder den letzten beweglichen Bauern opfern, damit der eigene König keine Züge mehr hat.
- Eine Figur anbieten, deren Schlag dem Verteidiger alle legalen Züge nimmt.
- Den eigenen König freiwillig einsperren und eine einzige konkrete Antwort behalten, die Remis schafft.
- Eine Wahl schaffen, bei der der Angreifer Dauerschachs zulassen oder einen scheinbar gewinnenden Schlag vermeiden muss.
Vor einem Schlag muss der Angreifer drei Dinge prüfen: ob der gegnerische König im Schach steht, welche legalen Felder ihm bleiben und ob noch ein Bauer oder eine Figur ziehen kann. Besonders wichtig ist dies in Damenendspielen, in denen ein einziger Schlag alle Züge des Verteidigers auf einmal nehmen kann.
Die zeigt einen klassischen Fall: Die natürliche Umwandlung zur Dame erlaubt ein Turmopfer mit Patt, während eine seltenere Umwandlung die Falle vermeidet.
Häufige Verwechslungen
Patt und Schachmatt
Beim Matt steht der König im Schach und kann nicht entkommen. Beim Patt steht der König nicht im Schach, doch seine Seite hat keinen legalen Zug.
Patt und Festung
Patt beendet die Partie in einer konkreten Stellung ohne legale Züge. Eine Festung ist eine stabile Verteidigung, in der weitergespielt wird, der Angreifer aber keinen Fortschritt erzielt.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.How To Save Yourself With Stalemate, Chess.com
- 3.Queen Endgames: Beware of Stalemate!, Chess.com
