Erklärung
Eine Endspiel-Tablebase ist eine vorausberechnete Datenbank, die bei Stellungen mit wenigen Figuren das exakte Ergebnis kennt, wenn beide Seiten optimal spielen. Sie schätzt die Stellung nicht nur, sondern klassifiziert sie unter den von der Tablebase erfassten Bedingungen als Sieg, Remis oder Niederlage.
Die International Correspondence Chess Federation, abgekürzt ICCF, erlaubt einem Spieler, einen Sieg oder ein Remis zu reklamieren, wenn eine Tablebase für bis zu sieben Figuren die Stellung löst. Beide Könige zählen zu dieser Grenze. Dieses Verfahren gehört zum Fernschach, bei dem die Spieler über lange Zeiträume Züge über den ICCF-Server austauschen, und ist keine allgemeine Reklamation für Partien am Brett.
Ein Spieler darf nur reklamieren, wenn er am Zug ist. Der Antrag kann sich auf die aktuelle Stellung stützen oder einen vorgeschlagenen Zug angeben und die daraus entstehende Stellung zugrunde legen. Im Formular muss ausdrücklich die Tablebase als Grund genannt werden. Der Server prüft die Stellung und setzt bei korrekter Reklamation automatisch das fest. Eine rechtzeitig eingereichte gültige Tablebase-Reklamation auf Sieg hat bei ICCF außerdem Vorrang vor einer Remisreklamation nach der 50-Züge-Regel, die normalerweise auf 50 Zügen jedes Spielers ohne Bauernzug oder Schlagzug beruht.
Eine Bewertung einer genügt nicht. Eine Engine sucht und schätzt mit begrenzten Ressourcen. Eine abgedeckte Tablebase liefert dagegen eine vollständige Lösung für alle von ihr erfassten Stellungen.
Verwendung und Kontext
Die Reklamation verwandelt überprüfbare technische Belege in eine formelle Entscheidung des Fernschachservers.
Häufige Verwechslungen
Engineanalyse
Auch eine sehr hohe Enginebewertung bleibt eine Bewertung. Eine abgedeckte Tablebase bestimmt bei optimalem Spiel das exakte Ergebnis.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Endgame Tablebases, International Correspondence Chess Federation
- 2.ICCF Rules (Valid from 1 January 2026), International Correspondence Chess Federation
