Erklärung
Eine dreimalige Stellungswiederholung liegt vor, wenn dieselbe Stellung während einer Partie mindestens dreimal auftritt. Die Vorkommen müssen nicht aufeinanderfolgen, und es muss nicht genau dieselbe Zugfolge wiederholt werden. Nach den Regeln des Weltschachverbands (FIDE) für Präsenzpartien muss der Spieler am Zug einen berechtigten Antrag stellen, um ein zu erhalten, also ein Ergebnis ohne Sieger.
Wann zwei Stellungen als gleich gelten
- Derselbe Spieler ist am Zug.
- Figuren derselben Art und Farbe stehen auf denselben Feldern.
- Dieselben regelkonformen Züge sind möglich. Dazu gehören die Rochaderechte für den besonderen Zug mit König und Turm sowie jeder mögliche En-passant-Schlag, der unmittelbar nach einem Doppelschritt eines gegnerischen Bauern verfügbar ist.
Ein Spieler kann einen Antrag stellen, wenn das dritte Auftreten gerade eingetreten ist und er am Zug ist. Er kann auch vor seinem Zug einen Zug ankündigen, der zum dritten Auftreten führen wird. Wird ein Partieformular verwendet, also die schriftliche oder elektronische Aufzeichnung der Züge, trägt der Spieler den Zug dort ein und teilt dem Schiedsrichter, der die Turnierregeln anwendet, seine Absicht mit. Der angekündigte Zug kann danach nicht mehr geändert werden.
Die dreimalige Stellungswiederholung führt nach den Regeln für Präsenzpartien nicht automatisch zum Remis. Stellt niemand einen Antrag, kann die Partie fortgesetzt werden. In offiziellen FIDE-Online-Wettbewerben erklärt die Plattform die Partie beim dritten Auftreten automatisch für remis. Die beendet eine Präsenzpartie automatisch.
Ein , also eine erzwungene Folge wiederholter Angriffe auf den König, ist ein häufiger Weg zu wiederholten Stellungen. Eine Wiederholung kann jedoch auch ohne Schachgebote entstehen. Nach den Regeln für Präsenzpartien gilt ein Antrag nach dieser Regel zugleich als , also als Vorschlag, die Partie ohne Sieger zu beenden, wenn der Gegner ihn annimmt.
Häufige Verwechslungen
Die gleiche Figurenaufstellung genügt
Nein. Auch der Spieler am Zug und sämtliche regelkonformen Möglichkeiten müssen übereinstimmen, einschließlich der Rechte auf Rochade und En passant.
Das dritte Auftreten beendet die Partie immer
Bei einer Präsenzpartie muss das dritte Auftreten regelkonform reklamiert werden. In offiziellen FIDE-Online-Wettbewerben erklärt die Plattform die Partie beim dritten Auftreten für remis. Am Brett führt das fünfte Auftreten automatisch zum Remis.
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