Erklärung
Die Van-Geet-Eröffnung beginnt mit dem Zug des weißen Springers von b1 nach c3. Der Zug entwickelt eine Figur und kontrolliert die Zentralfelder d5 und e4, besetzt das Zentrum aber nicht mit einem Bauern. Die Eröffnung ist auch als Dunst-Eröffnung bekannt.
Ihr Hauptvorteil ist die Flexibilität. Nach der schwarzen Antwort kann Weiß e4, d4, g3 oder Nf3 spielen. Erreichen spätere Züge eine aus einer anderen Eröffnung bekannte Stellung, ist eine Transposition eingetreten. Dieselbe Stellung wurde dann über eine andere Zugfolge erreicht.
Der Zug hat auch einen konkreten Preis: Der Springer auf c3 blockiert vorübergehend den Bauern auf c2, der nicht nach c3 oder c4 vorziehen kann, solange der Springer dort bleibt. Außerdem hindert 1.Nc3 Schwarz nicht daran, das Zentrum mit ...d5 oder ...e5 zu besetzen. Weiß muss bald entscheiden, ob dieses Zentrum mit e4, d4 oder Figurendruck angegriffen wird.
Im Vergleich zur entwickelt Van Geet den Damenspringer und schränkt den c-Bauern ein. Zukertort entwickelt den Königsspringer nach f3, kontrolliert e5 und lässt den c-Bauern für einen späteren englischen oder Réti-Aufbau frei.
Häufige Verwechslungen
Van Geet und eine feste Variante
Der Zug 1.Nc3 erzwingt keine bestimmte Struktur. Viele Partien wechseln den Eröffnungsnamen, wenn spätere Züge die Stellung einer anderen Eröffnung erreichen.
Van Geet und Zukertort
Van Geet zieht den Springer von b1 nach c3. Zukertort zieht den Springer von g1 nach f3.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Van Geet Opening, Lichess
- 2.Lichess chess-openings dataset - ECO volume A, Lichess
- 3.Dunst Opening, Wikipedia
