Erklärung
Ein angepasstes Schachbrett ermöglicht blinden oder sehbehinderten Menschen, die Stellung ohne visuelle Wahrnehmung zu erfassen. Bei Turniermodellen sind die dunklen Felder leicht erhöht, jedes Feld besitzt eine Vertiefung und jede Figur einen Zapfen, der sie sicher festhält. Die dunklen Figuren tragen außerdem eine tastbare Markierung, damit sich die beiden Farben unterscheiden lassen.
Was sich während der Partie ändert
Bei einer Partie zwischen einem sehbehinderten und einem sehenden Spieler können zwei synchron geführte Bretter verwendet werden. Jeder Zug wird deutlich angesagt, vom Gegner wiederholt und auf dessen eigenem Brett ausgeführt. Das angepasste Verfahren legt auch fest, wann eine Figur als berührt gilt: Auf dem taktilen Brett ist dies der Fall, sobald sie aus ihrer Haltevertiefung genommen wird, entsprechend der für dieses Format geltenden .
Der Begriff bezeichnet eine Familie barrierefreier Ausstattungen und kein einzelnes Produkt. Solche Bretter enthalten nicht zwingend Brailleschrift, auch wenn „Braille-Schachbrett“ eine übliche Bezeichnung ist. Sie sind ebenso wenig automatisch ein . Ihr wesentlicher Zweck besteht darin, Felder und durch physische Merkmale tastbar unterscheidbar und stabil zu machen.
Verwendung und Kontext
Es wird besonders im Wettkampfschach für blinde und sehbehinderte Spieler eingesetzt, kann aber auch das Lernen durch Ertasten unterstützen.
Häufige Verwechslungen
Angepasstes Brett und elektronisches Brett
Ein angepasstes Brett dient vorrangig dem taktilen Erfassen und Handhaben. Ein elektronisches Brett erkennt oder überträgt Züge. Ein Produkt kann beide Funktionen vereinen, die Begriffe sind jedoch nicht gleichbedeutend.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Rules of Chess, International Braille Chess Association
- 3.Chess, International Blind Sports Federation
