Erklärung
Die Berührt-geführt-Regel gilt für Schach mit physischen Figuren. Berührt der Spieler am Zug absichtlich eine Figur, um sie zu ziehen oder zu schlagen, schränkt dieser Kontakt seine nächsten Möglichkeiten ein.
- Nach dem Berühren einer eigenen Figur muss der Spieler die zuerst berührte Figur ziehen, die einen hat.
- Nach dem Berühren einer gegnerischen Figur muss der Spieler die zuerst berührte Figur schlagen, die regelkonform geschlagen werden kann.
- Kann keine der betreffenden berührten Figuren regelkonform gezogen oder geschlagen werden, darf der Spieler einen beliebigen regelkonformen Zug ausführen.
Ein eindeutig versehentlicher Kontakt aktiviert die Regel nicht. Um eine Figur auf ihrem aktuellen Feld zurechtzurücken, muss der Spieler die Absicht vor dem Berühren durch , die Worte „ich rücke zurecht“ oder eine gleichwertige Äußerung ankündigen. Eine nachträgliche Ansage hebt die vorherige Berührung nicht auf.
Bis die Figur losgelassen wird, darf der Spieler unter ihren regelkonformen Zielfeldern wählen. Nach dem Loslassen auf einem regelkonformen Feld darf sie in diesem Zug nicht mehr auf ein anderes gezogen werden. Bei der Rochade wird zuerst der König berührt. Wer zuerst den Turm und dann den König berührt, darf in diesem Zug auf dieser Seite nicht rochieren.
Verwendung und Kontext
Im Onlineschach gilt diese Regel normalerweise nicht, weil die Plattform bestimmt, wann ein Zug als ausgeführt gilt.
Häufige Verwechslungen
Jede Berührung erzwingt einen Zug
Die Regel gilt nur bei absichtlicher Berührung und nur, wenn für die berührte Figur eine regelkonforme Aktion möglich ist.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Touch Move Rule - Chess Terms, Chess.com
