Crazyhouse

Eine Variante für zwei Spieler, bei der geschlagene Figuren die Farbe wechseln, in eine Reserve gelangen und später wieder auf dem Brett eingesetzt werden können.

Erklärung

Im Crazyhouse entsprechen Brett und grundlegende Figurenbewegungen zunächst dem Standardschach, doch jeder Schlagzug verschafft dem Schlagenden eine zusätzliche Ressource. Die geschlagene Figur wechselt die Farbe und gelangt in die persönliche Reserve dieses Spielers, die oft auch Tasche genannt wird.

In einem späteren Zug darf der Spieler eine Figur einsetzen: Statt eine bereits auf dem Brett stehende Figur zu ziehen, wählt er eine Reservefigur und stellt sie auf ein freies Feld. Bauern dürfen nicht auf der ersten oder achten Reihe eingesetzt werden. Wird ein umgewandelter Bauer später geschlagen, kehrt er als Bauer in die Reserve zurück, nicht als die Figur, in die er sich verwandelt hatte.

Das Einsetzen verändert auch die Wirkung von Schachgeboten. Eine Reservefigur kann eine Angriffslinie blockieren, Schach bieten oder bei einem legalen Einsatz sogar mattsetzen. Eine geschlagene Figur ist deshalb nicht dauerhaft aus dem Spiel: Sie kann in fast jedem Bereich des Bretts wieder auftauchen und Angriffe oder Verteidigungen ermöglichen, die es im Standardschach nicht gibt.

Crazyhouse ist eng mit verwandt, kommt aber ohne Partner und zweites Brett aus. Im Crazyhouse steht die von dir geschlagene Figur dir selbst zur Verfügung.

Häufige Verwechslungen

Bughouse

Crazyhouse wird an einem Brett gespielt und jeder Spieler behält seine eigenen Schlagfiguren. Bughouse wird an zwei Brettern gespielt und geschlagene Figuren gehen an den Partner.

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Quellen

  1. 1.Crazyhouse, Lichess
  2. 2.Crazyhouse Chess, Chess.com

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