Beschreibende Notation

Auch bekannt als: englische beschreibende Notation, beschreibende Schachnotation

Ein historisches System, das Linien nach den Ausgangsfiguren benennt und Reihen von der Seite des jeweiligen Spielers zählt.

Erklärung

Die beschreibende Notation bezeichnet Felder relativ. Statt immer die Linien a, b, c und so weiter zu verwenden, benennt sie diese nach den Figuren, die dort beginnen: König, Dame, Läufer, Springer oder Turm, bei Bedarf mit einer Unterscheidung zwischen Königsflügel und Damenflügel.

Die Reihen werden von der Seite des jeweiligen Spielers gezählt. Daher hat dasselbe physische Feld zwei Namen: QB3 aus der Sicht von Weiß, die dritte Reihe der Damenläuferlinie, ist QB6 aus der Sicht von Schwarz. Diese doppelte Perspektive ist der wesentliche Unterschied zur , in der c3 immer c3 heißt.

So wird das klassische Beispiel gelesen

Die Folge 1. P-K4 P-K4 bedeutet 1. e4 e5. P steht für den Bauern, K für den König und K4 für das vierte Feld der Königslinie von der Seite des ziehenden Spielers. Die Kürzel unterscheiden sich je nach Sprache und Veröffentlichungstradition, was das Lesen älterer Bücher zusätzlich erschwert.

Heute findet sich das System hauptsächlich in historischen Werken und älteren Ausgaben. Der Weltschachverband (FIDE) erkennt für seine Turniere die algebraische, nicht die beschreibende Notation an. Bei der Umwandlung einer Partie sollte jede Stellung Zug für Zug rekonstruiert werden, weil der Feldname davon abhängt, welche Farbe am Zug ist.

Häufige Verwechslungen

Algebraische Notation

Die algebraische Notation weist jedem Feld einen festen Namen wie c3 zu. Die beschreibende Notation ist relativ, sodass dasselbe Feld für Weiß und Schwarz unterschiedlich heißen kann.

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P-K4 für beide Farben

Die beiden Angaben führen nicht zum selben Feld. P-K4 von Weiß ist normalerweise e4, P-K4 von Schwarz dagegen e5, weil jede Seite vom eigenen Brettrand zählt.

Verwandte Begriffe

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