Erklärung
Ein direkter Titel wird durch eine Platzierung, Punktzahl oder ein Ergebnis erworben, das FIDE, der Internationale Schachverband, in einem bestimmten Wettbewerb ausdrücklich mit einem Titel verknüpft hat. Die in der Tabelle genannte Leistung begründet den Anspruch auf diesen Titel, ohne je nach Titel den gewöhnlichen Weg über oder Rating abzuschließen. Dieselbe Tabelle kann auch direkte Normen vergeben, aber eine Norm und ein Titel sind nicht dasselbe.
Beispiele aus der 2026 geltenden Tabelle
- Im offenen World Cup bringt das Erreichen der letzten 16 den Titel Großmeister (GM), während die spielerische Qualifikation für den World Cup den Titel Internationaler Meister (IM) einbringt.
- In der offenen Schacholympiade können 65 Prozent aus mindestens neun Partien den Titel FIDE-Meister (FM) und 50 Prozent aus mindestens sieben Partien den Titel Kandidatenmeister (CM) einbringen.
Jeder Wettbewerb hat eigene Bedingungen, daher gibt es keine einheitliche Formel für alle direkten Titel. „Direkt“ bedeutet außerdem nicht unbedingt „bedingungslos“. FIDE kann den Titel conditional on rating machen, also von einer Zahl zur Einschätzung der Wettkampfstärke abhängig. Hat der Spieler das Mindestrating für die sofortige Verleihung noch nicht erreicht, bleibt der Anspruch bis dahin bedingt. Das Ergebnis muss außerdem von den zuständigen Stellen gemeldet und bearbeitet werden.
Häufige Verwechslungen
Direkter Titel und Ratingtitel
Ein Ratingtitel wird durch das Erreichen der entsprechenden Regelschwelle erworben. Ein direkter Titel entsteht aus einem ausdrücklich für einen zulässigen Wettbewerb aufgeführten Ergebnis.
Direkt bedeutet nicht ohne Verwaltung
Das sportliche Ergebnis kann den Titelanspruch begründen, doch FIDE verlangt weiterhin die entsprechende Meldung, Prüfung und Registrierung über das geltende .
