Erklärung
Eine Titelnorm ist ein Turnierergebnis, das auf dem Weg zum Großmeister (GM), Internationalen Meister (IM), Woman Grandmaster (WGM) oder Woman International Master (WIM) sämtliche Anforderungen von FIDE, dem Internationalen Schachverband, erfüllt. Eine brillante Einzelpartie oder eine bestimmte reine Punktzahl genügt nicht. Das Ergebnis muss ein Mindestleistungsniveau erreichen, das aus Punktzahl und Spielstärke der Gegner berechnet wird, und zugleich Bedingungen zu deren Ratings, Titeln und nationalen Verbänden erfüllen.
Eine erfordert beispielsweise ein höheres Leistungsniveau als eine . Die Regeln legen auch fest, wie viele Gegner bestimmte Titel führen müssen, welches durchschnittliche Mindestrating die Gegner haben und wie viele Partien normalerweise erforderlich sind. FIDE kennt genaue Ausnahmen für bestimmte Meisterschaften und Formate. Daher ist die häufige Aussage „eine Norm umfasst neun Partien“ eine nützliche Faustregel, aber keine allgemeingültige Definition.
Für einen der normbasierten Titel verlangt FIDE Normen aus Veranstaltungen, die zusammen mindestens 27 Partien umfassen, sowie das für den Titel erforderliche Rating. Deshalb spricht man oft von „drei Normen“, also drei Leistungen über je neun Partien, während die formale Regel die Gesamtzahl der erfassten Partien nennt.
Häufige Verwechslungen
Norm und Performance-Rating
Ein Performance-Rating misst das statistische Niveau eines Ergebnisses. Eine Norm verlangt zusätzlich weitere Regelbedingungen zu Gegnern und Veranstaltung.
Norm und direkter Titel
Ein entsteht aus einem von FIDE ausdrücklich festgelegten Ergebnis. Eine Norm wird für bestimmte Titel gesammelt und muss zusätzliche technische Kriterien erfüllen.
