Erklärung
Ein Bit ist eine Informationseinheit, die nur 0 oder 1 enthalten kann. Eine Endspiel-Bitbase ordnet jeder Stellung in einer begrenzten Endspielfamilie ein Bit oder wenige Bits zu. Da die Ergebnisse vorausberechnet sind, kann ein Programm sie nachschlagen, ohne erneut jede Fortsetzung zu durchsuchen.
Die kompakteste Form verwendet ein Bit pro Stellung, etwa 1 für Gewinn und 0 für Nichtgewinn. Mit zwei Bits lassen sich mehr Zustände unterscheiden, beispielsweise Gewinn, Remis, Verlust oder ungültige Stellung. Weil jedes Bit sehr wenig Platz benötigt, passen Millionen von Ergebnissen in vergleichsweise wenig Speicher.
Diese Kompaktheit hat einen Preis. Eine Bitbase beantwortet häufig, welches Ergebnis zu einer Stellung gehört, speichert aber möglicherweise weder den besten Zug noch eine Distanz bis zum Ziel. Eine kann die legalen Züge erzeugen, die entstehenden Stellungen nachschlagen und daraus eine Wahl rekonstruieren, die das Ergebnis bewahrt.
Sie darf nicht mit einem verwechselt werden. Ein Bitboard stellt eine Feldmenge innerhalb einer Stellung dar, eine Bitbase organisiert viele vollständige Stellungen und speichert für jede ein Ergebnis. Sie ist außerdem nicht unbedingt eine umfangreiche Tablebase, also eine vorausberechnete Endspielsammlung, die zusätzlich Metriken wie oder enthält.
Verwendung und Kontext
Bitbases sind innerhalb der Suche besonders nützlich, weil eine kompakte Antwort in Form von Gewinn, Remis oder Verlust ausreichen kann, um die Untersuchung eines Zweigs zu beenden.
Häufige Verwechslungen
Bitbase und Bitboard
Eine Bitbase speichert Ergebnisse für viele Stellungen, ein Bitboard beschreibt Felder in einer einzelnen Stellung.
Begriff anzeigenBitbase und vollständige Tablebase
Eine Bitbase priorisiert Kompaktheit und kann Distanzen oder Züge auslassen, die umfangreichere Formate von einem Programm ableiten lassen.
Quellen
- 1.Endgame Tablebases, Chess Programming Wiki
- 2.bitbase.cpp, Stockfish
