Erklärung
EPD steht für Extended Position Description, auf Deutsch erweiterte Stellungsbeschreibung. Es dient dazu, eine Stellung darzustellen und Daten anzuhängen, die ein Programm auswerten kann, etwa eine erwartete Antwort, eine Kennung oder eine Testanweisung.
Die Zeile beginnt mit den ersten vier Feldern von : Figurenstellung, Zugrecht, Rochaderechte und en-passant-Zielfeld. EPD verlangt anschließend nicht die beiden FEN-Zähler. Stattdessen kann es null oder mehr Operationen enthalten.
Wie Operationen funktionieren
Jede Operation hat einen Opcode, kann einen oder mehrere Werte tragen und endet mit einem Semikolon. Der Standard definiert unter anderem bm für als beste betrachtete Züge, am für zu vermeidende Züge und id zur Kennzeichnung eines Eintrags. So lassen sich Tausende von Stellungen in Testsammlungen, Eröffnungsbüchern oder Trainingsdaten bündeln, ohne für jede Anwendung eine neue Syntax zu erfinden.
EPD ersetzt nicht, wenn eine vollständige Partie erhalten bleiben soll. PGN organisiert Spieler, Ergebnis und Zugfolge, EPD richtet sich an unabhängige Stellungen mit Attributen oder Befehlen.
Verwendung und Kontext
EPD erscheint vor allem in technischen Werkzeugen, Stellungssammlungen und Engine-Tests, nicht in der gewöhnlichen Partienotation.
Häufige Verwechslungen
EPD und FEN
Beide teilen die ersten vier Felder. FEN ergänzt zwei feste Zähler, EPD kann Operationen mit festgelegter Bedeutung ergänzen.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Portable Game Notation Specification and Implementation Guide, Steven J. Edwards
- 2.Extended Position Description, Chess Programming Wiki
