Erklärung
FEN steht für Forsyth-Edwards Notation. Sie wandelt eine Stellung in eine einzige Textzeile um, damit Menschen und Programme sie speichern, kopieren und wiederherstellen können. Sie erzählt nicht die Partie, sondern beschreibt das Brett und Rechte oder Zähler, die legale Züge beeinflussen.
Die sechs Felder
- Figurenstellung: Das Brett wird von der achten bis zur ersten Reihe gelesen. Großbuchstaben stehen für weiße Figuren, Kleinbuchstaben für schwarze, Zahlen für aufeinanderfolgende leere Felder.
- Zugrecht: w bedeutet, dass Weiß zieht, b bedeutet, dass Schwarz zieht.
- Rochaderechte: K, Q, k und q zeigen verfügbare Rochaden. Ein Bindestrich bedeutet, dass keine mehr möglich ist.
- En-passant-Zielfeld: Es erfasst das Feld, das ein Bauer bei einem eben erfolgten Doppelzug überquert hat. Der Standard notiert es auch ohne unmittelbar legalen en-passant-Schlag.
- Halbzugzähler: Er zählt einzelne Züge seit dem letzten Schlag oder Bauernzug und hilft bei der Fünfzig-Züge-Regel.
- Vollzugnummer: Sie beginnt bei 1 und steigt nach jedem schwarzen Zug.
FEN dient zum Teilen von Problemen, zum Fortsetzen von Analysen und zum Übergeben von Stellungen an ein . Sie unterscheidet sich von , das üblicherweise eine Partie mit ihren Zügen speichert, und von , das einer Stellungsbeschreibung Anweisungen oder strukturierte Attribute hinzufügen kann.
Eine Zeichenkette kann die FEN-Syntax erfüllen und dennoch eine Stellung beschreiben, die auf legalem Weg nicht erreichbar ist. Ein zuverlässiger Prüfer muss deshalb bei Bedarf sowohl die Textform als auch die Legalität der Stellung kontrollieren.
Häufige Verwechslungen
FEN und PGN
FEN beschreibt eine einzelne Stellung. PGN speichert gewöhnlich eine Partie, ihre Züge und Daten wie Spieler, Datum und Ergebnis.
Begriff anzeigenQuellen
- 1.Portable Game Notation Specification and Implementation Guide, Steven J. Edwards
- 2.FEN (Forsyth-Edwards Notation), Chess.com
