Erklärung
Der Ferz war im Schatrandsch und in mittelalterlichen Schachformen die neben dem König stehende Ratgeberfigur. Sein Name stammt von einem persischen Wort für einen Ratgeber oder Wesir. Er durfte nur ein Feld diagonal ziehen.
Dadurch war er eine Figur mit sehr kurzer Reichweite. Da jeder diagonale Schritt die Feldfarbe beibehält, konnte ein Ferz, der auf einem hellen Feld begann, niemals ein dunkles Feld erreichen, und umgekehrt.
In Europa veränderten sich Identität und Stärke dieser Figur allmählich, bis daraus die Dame entstand. Wer in einer alten Stellung den Ferz gedanklich durch eine moderne Dame ersetzt, verändert Angriffe, Königssicherheit und die Folgen einer Bauernumwandlung vollständig.
Häufige Verwechslungen
Ferz und Dame
Der Ferz ist ein historischer Vorläufer und nicht nur ein anderer Name für die Dame. Er zieht lediglich ein Feld diagonal.
Quellen
- 1.Pieces and Placement, World Chess Hall of Fame
- 2.The Oxford Companion to Chess, Oxford University Press
