Schach der rasenden Dame

Auch bekannt als: Schach der verrückten Dame, Spiel der rasenden Dame

Eine historische Bezeichnung für die europäische Regelreform, die der Dame ihre moderne Beweglichkeit gab und das Spiel stark beschleunigte.

Erklärung

Das Schach der rasenden Dame bezeichnet eine große Veränderung der europäischen Regeln gegen Ende des 15. Jahrhunderts. Die sichtbarste Neuerung machte aus der alten, kurzreichweitigen Ratgeberfigur eine Dame, die beliebig weit waagerecht, senkrecht oder diagonal ziehen konnte, sofern ihr Weg frei war.

Etwa zur selben Zeit wurde der alte Alfil, der zwei Felder sprang, durch den weitreichenden Läufer ersetzt. Mit mächtigen Damen und Läufern konnten Drohungen das Brett schnell überqueren, sodass Könige viel früher angegriffen und mattgesetzt werden konnten. Schachmatt bedeutet, dass der König angegriffen ist und keine legale Verteidigung mehr besteht.

Der Begriff bezeichnet normalerweise keine eigenständige moderne Variante. Er ist eine historische Bezeichnung für die Phase, in der das mittelalterliche Schach zentrale Merkmale des heutigen Standardschachs annahm. Andere Regeln, darunter die Rochade, brauchten weiterhin Zeit, um einheitlich zu werden.

Häufige Verwechslungen

Eine moderne Spielform

Der Name beschreibt eine historische Regelveränderung und kein heutiges Format mit einer zusätzlichen oder außer Kontrolle geratenen Dame.

Quellen

  1. 1.Pieces and Placement, World Chess Hall of Fame
  2. 2.The Oxford Companion to Chess, Oxford University Press

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