Erklärung
Die Forsyth-Notation entstand als knappe Methode, ein Diagramm in Text zu übertragen. David Forsyth veröffentlichte seinen Vorschlag 1883. In der historischen Verwendung bildeten sich Varianten heraus, und das System wurde nie vollständig vereinheitlicht.
Die Grundidee lebt in FEN fort, der Abkürzung für Forsyth-Edwards Notation. Im modernen Feld für die Figurenaufstellung wird das Brett von der achten bis zur ersten Reihe gelesen. Schrägstriche trennen die Reihen, Buchstaben stehen für Figuren und eine Ziffer gibt die Anzahl aufeinanderfolgender leerer Felder an. Großbuchstaben stehen für die weißen Figuren und Kleinbuchstaben für die schwarzen.
Dieses Feld beschreibt, wo die Figuren stehen, reicht aber nicht aus, um den vollständigen regeltechnischen Zustand zu rekonstruieren. Ein vollständiger FEN-Datensatz nennt zusätzlich die am Zug befindliche Seite, die noch bestehenden Rochaderechte beider Seiten, das Zielfeld für einen möglichen En-passant-Schlag und zwei Zugzähler.
Forsyth ist daher eine Stellungsnotation und keine Zugnotation. Sie unterscheidet sich außerdem vom , der das vorhandene Material klassifiziert, ohne jede Figur einem Feld zuzuordnen.
Verwendung und Kontext
Die Forsyth-Familie ermöglicht es, Stellungen zwischen Büchern, Datenbanken, Websites und Programmen zu übertragen, ohne ein Brett zeichnen zu müssen.
Häufige Verwechslungen
Vollständiges FEN
Das von Forsyth abgeleitete Figurenfeld ist nur der erste Teil. FEN ergänzt fünf weitere Felder, um den vollständigen Zustand zu beschreiben.
Quellen
- 1.Chess Notation, Edward Winter
- 2.Standard: Portable Game Notation Specification and Implementation Guide, rec.games.chess, coordinated by Steven J. Edwards
