Erklärung
UCI steht für Universal Chess Interface, ein Textprotokoll, über das eine grafische Benutzeroberfläche mit einer kommuniziert. Innerhalb dieses Protokolls wird ein gewöhnlicher Zug als kompakte Zeichenfolge aus Ausgangsfeld und Zielfeld gesendet.
Jedes Feld verwendet einen Linienbuchstaben von a bis h und eine Reihenzahl von 1 bis 8. e2e4 bedeutet daher einen Zug von e2 nach e4. Die Zeichenfolge enthält weder den Buchstaben der ziehenden Figur noch ein Schlagzeichen oder ein Schachzeichen. Das Programm leitet diese Angaben aus der aktuellen Stellung ab.
Bei einer Umwandlung wird ein fünfter Kleinbuchstabe angefügt: q für Dame, r für Turm, b für Läufer oder n für Springer. Die Rochade, der gemeinsame Zug von König und Turm, wird als Königszug codiert, etwa e1g1 für die kurze Rochade von Weiß im Standardschach.
Die Zugzeichenfolge ist nur ein Teil des UCI-Protokolls. Separate Befehle setzen die Stellung, starten die Suche und geben den besten Zug zurück. Sie unterscheidet sich außerdem von der , die eine Kennung für die geschlagene Figur anhängen kann.
Verwendung und Kontext
Das Format ist für einen eindeutigen Austausch zwischen Programmen gedacht, nicht für ein gut lesbares Partieformular.
Häufige Verwechslungen
Algebraische Standardnotation
Die Standardnotation lässt das Ausgangsfeld meist weg und ergänzt Angaben für menschliche Leser. UCI nennt immer Ausgangs- und Zielfeld.
Vollständiges UCI-Protokoll
Eine Zeichenfolge wie e2e4 stellt einen Zug dar. Das Protokoll enthält darüber hinaus viele Befehle zur Steuerung der Schachengine.
Quellen
- 1.UCI Protocol, Rudolf Huber and Stefan Meyer-Kahlen
- 2.UCI Protocol and Stockfish Commands, Stockfish
