Erklärung
Der Grashüpfer ist eine Märchenfigur, also eine für Kompositionen geschaffene Figur mit einer Zugweise außerhalb des gewöhnlichen Schachs. Er benutzt Reihen, Linien und Diagonalen wie eine Dame, benötigt auf der gewählten Linie aber einen Sprungbock.
Verfolge die Linie vom Grashüpfer bis zur ersten Figur, auf die er trifft. Diese kann zu beiden Seiten gehören und dient als Sprungbock. Der Grashüpfer springt über sie hinweg und landet genau auf dem nächsten Feld derselben Linie. Der Sprungbock wird weder bewegt noch geschlagen.
- Ist das Landefeld leer, darf der Grashüpfer es besetzen.
- Steht auf dem Landefeld eine gegnerische Figur, schlägt der Grashüpfer sie.
- Steht dort eine eigene Figur oder liegt das Feld außerhalb des Bretts, gibt es in dieser Richtung keinen Zug.
- Befindet sich auf der Linie kein Sprungbock, kann der Grashüpfer dort nicht ziehen.
Anders als der , der Springerschritte in einer Richtung fortsetzt, hängt der Grashüpfer von der Stellung einer anderen Figur ab. Eine Figur, die wie ein Hindernis wirkt, kann ihn deshalb aktivieren, während das Wegziehen des Sprungbocks seinen Angriff sofort ausschalten kann.
Häufige Verwechslungen
Der Sprungbock wird nicht geschlagen
Der Grashüpfer überspringt den Sprungbock, ohne ihn zu verändern. Ein Schlag erfolgt nur, wenn eine gegnerische Figur auf dem unmittelbar dahinterliegenden Feld steht.
Quellen
- 1.The Grasshopper and the Nightrider, OzProblems
- 2.Piezas heterodoxas, Unión Argentina de Problemistas de Ajedrez
