Erklärung
Vladimir Kramnik wurde 1975 geboren und erreichte bereits als Jugendlicher die Spitze. 2000 besiegte er Garry Kasparov mit 8.5 zu 6.5, ohne eine Partie zu verlieren. Dieser Sieg brachte ihm den klassischen Weltmeistertitel ein, einen von zwei damals bestehenden Zweigen, da sich die Weltmeisterschaft zwischen Kasparovs Linie und dem von FIDE, dem Internationalen Schachverband, verwalteten Titel geteilt hatte.
Kramnik verteidigte diese Krone 2004 gegen Peter Leko. 2006 besiegte er Veselin Topalov, den Weltmeister des FIDE-Zweigs, in einem Wettkampf, der durch zusätzliche Tiebreak-Partien entschieden wurde. Das Ergebnis vereinte beide Linien und machte ihn zum vereinigten Weltmeister. Im Weltmeisterturnier 2007 verlor er die Krone an Viswanathan Anand und konnte sie im Wettkampf 2008 nicht zurückgewinnen.
Schachlicher Beitrag
Kramnik war sowohl in Eröffnungen als auch in Endspielen herausragend. Die Eröffnung ist die frühe Phase, in der beide Seiten Figuren entwickeln und um das Zentrum kämpfen. Das Endspiel beginnt, wenn nur noch wenige Figuren vorhanden sind und jede Entscheidung größeres Gewicht erhält. Sein Einsatz der Berliner Verteidigung gegen Kasparov zeigte, dass eine einst als wenig ehrgeizig geltende Eröffnung auf höchstem Niveau zu einer widerstandsfähigen Waffe werden konnte. Seine Karriere ist wesentlich für das Verständnis der Wiedervereinigung der und der modernen Vorbereitung.
Verwendung und Kontext
Von 1993 bis 2006 bestanden zwei Hauptlinien der Weltmeisterschaft. Kramniks Sieg über Topalov beendete diese Teilung.
Häufige Verwechslungen
Kramnik gewann nur eine Form des Titels
Während der Teilung hielt er zunächst den klassischen Zweig. 2006 besiegte er den FIDE-Weltmeister und vereinte die beiden Linien.
Quellen
- 1.Vladimir Kramnik, FIDE Open Chess Museum
- 2.Vladimir Kramnik, World Chess Hall of Fame & Galleries
