Erklärung
Lasker's Manual of Chess ist ein Buch des früheren Weltmeisters Emanuel Lasker, das erstmals 1925 erschien. Es ist nicht bloß eine Regelkunde. Lasker versucht, ein vollständiges Bild des Schachs zu entwickeln, das bei den Grundelementen beginnt und bis zur Stellungsbeurteilung, Planung und zum Wesen des Wettkampfs reicht.
Was das Buch behandelt
- Die Elemente des Schachs, darunter Brett, Regeln, praktische Figurenwerte und grundlegende Mattführungen.
- Eröffnungstheorie, also untersuchte Ideen und Zugfolgen aus der ersten Phase einer Partie.
- Kombination, Laskers Bezeichnung für konkrete taktische Zugfolgen, die unmittelbare Drohungen ausnutzen.
- Positionsspiel mit Erklärungen zu Plänen, dauerhaften Vorteilen und dem Zusammenwirken der Figuren.
- Schachästhetik und eine Gruppe ausführlich analysierter Musterpartien.
Ältere Ausgaben verwenden die beschreibende Notation, ein System, bei dem die Feldbezeichnungen von der Seite abhängen, deren Zug notiert wird. Die moderne verwendet feste Koordinaten wie e4 und f7 und ist im Allgemeinen leichter zu verfolgen. Konkrete Eröffnungsanalysen können außerdem veralten, wenn neue Erkenntnisse hinzukommen, während viele von Laskers allgemeineren Erklärungen ihren historischen und didaktischen Wert behalten.
Das Buch kann anspruchsvoll sein, weil es Unterricht, Theorie und Philosophie verbindet. Am besten liest man es mit einem Brett in der Nähe, rekonstruiert jede Stellung und fragt, welches Problem das Beispiel lösen soll, statt jede Aussage auswendig lernen zu wollen.
Häufige Verwechslungen
Nur ein elementares Handbuch
Der Titel kann einfach klingen, doch das Buch geht weit über die Regeln hinaus und behandelt Strategie, Taktik, Ästhetik und umfangreiche Partieanalysen.
Quellen
- 1.Lasker's Manual of Chess, Emanuel Lasker / Internet Archive
