Erklärung
Der Längstzüger ist eine Bedingung, die die Zugwahl einschränkt. Ist keine Farbe angegeben, gilt sie für Schwarz: In jedem Zug muss Schwarz einen der geometrisch längsten legalen Züge ausführen. Haben mehrere legale Züge dieselbe maximale Länge, darf Schwarz einen davon wählen.
Die Länge ist die geradlinige Entfernung zwischen den Mittelpunkten von Ausgangs- und Zielfeld, nicht die Zahl der überquerten Felder oder die taktische Stärke des Zuges. Ein Springerzug hat eine Länge von Quadratwurzel aus fünf Einheiten. Bei der , dem Sonderzug, bei dem König und Turm gemeinsam ziehen, werden beide Strecken addiert: Die kurze Rochade misst vier Einheiten, die lange Rochade fünf.
Das Wort legal behält die gewöhnlichen Schachregeln bei. Ein König im Schach muss dem Angriff entkommen, und die Länge wird nur unter den legalen Antworten verglichen. Ein Angriff auf den König bleibt Schach, selbst wenn das Schlagen dieses Königs nicht der längste Zug wäre.
Ein Doppellängstzüger wendet die Verpflichtung auf beide Seiten an. Die Regeln können auch ausdrücklich festlegen, dass sie nur für Weiß gilt. Die Bedingung lässt sich mit unorthodoxen Zielen wie dem verbinden, verändert für sich allein aber nicht das Ziel des Problems.
Häufige Verwechslungen
Längster Zug und bester Zug
Der Längstzüger misst geometrische Entfernung. Er verlangt weder den stärksten Zug noch den Zug mit der wertvollsten Figur oder den Zug über die meisten Felder.
Quellen
- 1.Maximummer, The Retrograde Analysis Corner
- 2.Condiciones (cambios en las reglas), Unión Argentina de Problemistas de Ajedrez
