Erklärung
Eine Beweispartie ist eine legale Partie, die in der Anfangsstellung beginnt und das Zieldiagramm erreicht. Ihr grundlegender Zweck ist der Nachweis, dass die Stellung erreichbar ist. Deshalb gehört sie eng zur , bei der die Vorgeschichte des Bretts Teil des Problems ist.
In der Komposition fordert die Abkürzung PG für Proof Game gewöhnlich, eine Partie zu rekonstruieren, die das Diagramm in der angegebenen Länge erreicht. Beide Seiten dürfen Züge ausführen, die in einer Wettkampfpartie seltsam wirken würden, denn das Ziel ist nicht der Sieg, sondern das Erreichen der geforderten Stellung.
Die Terminologie variiert je nach Quelle. In der Retroanalyse kann Beweispartie jeden legalen Weg von der Anfangsstellung zum Diagramm bezeichnen. Manche Kompositionsquellen verwenden Beweispartie für eine kürzeste Konstruktion, während Shortest Proof Game, kurz SPG, die Minimalitätsforderung ausdrücklich nennt. Die angegebene Forderung bestimmt daher, was bewiesen werden muss.
Häufige Verwechslungen
Shortest Proof Game
Eine SPG verlangt ausdrücklich eine Beweispartie minimaler Länge. Manche Quellen verwenden Beweispartie weiter, andere für eine kürzeste Konstruktion. Entscheidend ist deshalb die angegebene Forderung.
Quellen
- 1.Proof Game, The Retrograde Analysis Corner
- 2.Shortest Proof Game (SPG), The Retrograde Analysis Corner
- 3.Estipulaciones y varios, Unión Argentina de Problemistas de Ajedrez
