Erklärung
Vertauschte Farben liegen vor, wenn der für Weiß eingeteilte Spieler mit Schwarz beginnt und der für Schwarz eingeteilte Spieler mit Weiß. Das Problem betrifft nicht die Farbe eines Brettfeldes, sondern den Tausch der Seiten, die durch die Paarung, also die offizielle Zuweisung von Gegnern und Farben im Turnier, festgelegt waren.
Die FIDE-Schachregeln verwenden eine praktische Schwelle. Wird der Fehler entdeckt, solange beide Spieler weniger als zehn Züge ausgeführt haben, wird die Partie abgebrochen und mit den richtigen Farben neu gespielt. Nach zehn oder mehr Zügen wird sie mit den bereits verwendeten Farben fortgesetzt.
Diese Regel verhindert, dass eine bereits weit fortgeschrittene Partie wiederholt werden muss, korrigiert aber einen frühen Fehler, der beeinflusst, wer den ersten Zug hatte und welche Farbe für jeden Teilnehmer erfasst wird. Der Schiedsrichter soll die Situation regeln. Die Spieler dürfen nicht eigenmächtig Plätze, Figuren oder Uhren tauschen.
Davon zu unterscheiden ist ein falsch ausgerichtetes Brett. Haben die Spieler ihre zugewiesenen Farben, ist das Brett jedoch falsch gedreht, wird die Partie fortgesetzt und die erreichte Stellung auf ein korrekt ausgerichtetes Brett übertragen.
Verwendung und Kontext
Die Entscheidung beeinflusst sowohl die Fortsetzung der Partie als auch die korrekte Erfassung der von jedem Spieler verwendeten Farbe.
Häufige Verwechslungen
Vertauschte Farben und gedrehtes Brett
Im ersten Fall spielen die Spieler mit den falschen Seiten. Im zweiten ist das Brett falsch ausgerichtet, während jeder Spieler seine zugewiesene Farbe behält.
Quellen
- 1.Article 7: Irregularities, FIDE Rules Commission
- 2.LEYES DEL AJEDREZ 2023, FIDE Rules Commission
