Sandbagging

Die absichtliche Senkung der angezeigten Wertung, meist durch Niederlagen, Remis oder Spiel ohne ernsthafte Anstrengung, um später einen Vorteil zu erlangen.

Erklärung

Sandbagging bedeutet, absichtlich unter der eigenen Spielstärke zu spielen, damit die Wertung als Schätzung des Wettkampfniveaus künstlich niedrig bleibt. Dies kann durch absichtliche Niederlagen oder Remis, zu frühes Aufgeben oder eine Serie vorsätzlicher Niederlagen geschehen.

Der angestrebte Vorteil entsteht meist später: die Teilnahme an einer Kategorie für niedrigere Wertungen, Paarungen gegen schwächere Gegner oder der Wettbewerb mit einer Zahl, die nicht der wahren Stärke entspricht. Sowohl die Online-Regeln des Weltschachverbands FIDE als auch die Richtlinien großer Plattformen behandeln absichtliche Wertungsmanipulation als Fairplay-Verstoß.

Nicht jede Niederlagenserie ist Sandbagging. Müdigkeit, neue Eröffnungen oder ein gewöhnlicher Formverlust können viele Niederlagen erklären. Entscheidend ist die Absicht, die Wertung künstlich zu senken. Der Begriff hängt mit zusammen, das die Wertung in die andere Richtung treibt, und kann sich mit überschneiden, wenn ein Konto bewusst unter der tatsächlichen Stärke gehalten wird.

Häufige Verwechslungen

Sandbagging und Boosting

Sandbagging senkt die Wertung künstlich; Boosting erhöht sie künstlich, häufig durch abgesprochene Ergebnisse.

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Sandbagging und Smurfing

Sandbagging bezeichnet die Manipulation der gezeigten Stärke nach unten. Smurfing bezeichnet meist die Nutzung eines Kontos, das den Spieler viel schwächer erscheinen lässt; beides kann zusammenfallen, ist aber nicht gleichbedeutend.

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