Smurfing

Auch bekannt als: Smurf-Konto

Die Nutzung eines Kontos, das einen starken Spieler wesentlich schwächer erscheinen lässt, als er tatsächlich ist.

Erklärung

Smurfing ist Online-Jargon und weniger einheitlich definiert als eine offizielle Regel. Im Schach bezeichnet es meist einen erfahrenen Spieler, der ein neues oder zusätzliches Konto nutzt, dessen Wertung weit unter seiner tatsächlichen Stärke liegt. Dadurch trifft er auf Gegner, die jemanden dieses niedrigeren Niveaus erwarten.

Ein neues Konto macht jemanden nicht automatisch zum Smurf. Anfangswertungen brauchen Zeit zur Anpassung, und Plattformen erlauben Zusatzkonten nur unter bestimmten Bedingungen. Chess.com verlangt beispielsweise eine Genehmigung und behandelt ungenehmigte Speedruns als Manipulation. Dabei versucht ein starker Spieler, schnell von einer niedrigen Wertung aufzusteigen. Auch Lichess begrenzt Mehrfachkonten und kennt bestimmte Ausnahmen.

Der Begriff überschneidet sich mit , wenn ein Spieler absichtlich verliert, um das Konto niedrig zu halten, ist aber nicht identisch. Sandbagging bezeichnet die absichtliche Manipulation des gezeigten Niveaus, Smurfing betont dagegen ein Konto oder eine Identität, die einen großen Stärkeunterschied verbirgt. Es ist auch kein , denn ein Smurf kann eine einzelne Person mit eigenem Zusatzkonto sein.

Verwendung und Kontext

Als Internetjargon wird Smurfing in manchen Gemeinschaften weiter gefasst als in anderen. Für eine konkrete Sanktion ist die Richtlinie der Plattform oder des Turniers maßgeblich.

Häufige Verwechslungen

Smurfing und Sandbagging

Smurfing konzentriert sich auf ein Konto, das den Spieler viel schwächer erscheinen lässt. Sandbagging konzentriert sich auf die absichtliche Senkung der Wettkampfwertung und kann ein Smurf-Konto erzeugen oder erhalten.

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Smurfing und Account Sharing

Beim Smurfing kann eine Person ein eigenes Zusatzkonto verwenden; beim Account Sharing nutzen mehrere Personen dasselbe Konto.

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Quellen

Verwandte Begriffe

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