Erklärung
Bei einer darf ein Spieler eine Dame, einen Turm, einen Läufer oder einen Springer wählen. Die Wahl einer der drei anderen Figuren heißt Unterverwandlung. Sie ist ein vollständiger, beabsichtigter und regelkonformer Zug, keine unvollständige Umwandlung.
Eine Dame kontrolliert mehr Felder als die anderen möglichen Figuren, doch mehr Kontrolle ist nicht immer nützlich. Ein Springer kann Schach geben, also den König direkt angreifen und eine Antwort erzwingen, oder eine schaffen, einen gleichzeitigen Angriff auf mindestens zwei Ziele. Ein Turm oder Läufer kann ein Fluchtfeld frei lassen, das eine Dame abdecken würde.
Diese begrenztere Kontrolle kann ein Patt vermeiden, also ein Remis, bei dem der Spieler am Zug nicht im Schach steht, aber keinen regelkonformen Zug hat. Eine Unterverwandlung kann außerdem mattsetzen, also den König ohne regelkonforme Antwort angreifen, oder ein Tempo gewinnen, indem sie den Gegner zu einer Antwort zwingt, bevor er seinen eigenen Plan ausführt.
Die gewählte Figur ist sofort aktiv und muss nicht zuvor geschlagen worden sein. Die richtige Wahl richtet sich danach, was die einzelnen Figuren vom Zielfeld aus bewirken, nicht nur nach ihrem üblichen Wert.
Häufige Verwechslungen
Eine Unterverwandlung ist per Definition schwächer
Die gewählte Figur hat normalerweise einen geringeren Wert als eine Dame. Der Zug kann dennoch objektiv am besten sein, weil er genau das Schach, Matt oder die Kontrolle erzeugt, die die Stellung verlangt.
Nur eine Umwandlung in einen Springer zählt als Unterverwandlung
Nein. Die Umwandlung in einen Turm, Läufer oder Springer ist eine Unterverwandlung.
Quellen
- 1.FIDE Laws of Chess taking effect from 1 January 2023, FIDE
- 2.Underpromotion - Chess Terms, Chess.com
