Erklärung
Eine WGM-Norm ist eine Turnierleistung, die die Anforderungen des Weltschachverbands für den Titel Woman Grandmaster, abgekürzt WGM, erfüllt. Eine ist noch nicht der vollständige Titel. Sie ist ein bestätigungsfähiges Ergebnis, das für den Qualifikationsweg angerechnet werden kann. Eine FIDE-Wertung ist eine Zahl, die anhand der Ergebnisse die Wettkampfstärke einer Spielerin einschätzt.
Die wichtigste Kennzahl ist die Turnierleistung, die aus der erreichten Punktequote und der durchschnittlichen Wertungszahl der Gegner berechnet wird. Für eine WGM-Norm muss die Turnierleistung mindestens 2400 und der Wertungsdurchschnitt der Gegner mindestens 2180 betragen. Diese Zahlen allein genügen nicht. Das Turnier und das Gegnerfeld müssen außerdem Bedingungen zur Partienzahl, zu Gegnern mit Titel und zur Vertretung verschiedener nationaler Verbände erfüllen.
Gegner mit Titel
Unter anderem muss mindestens ein Drittel der Gegner, mindestens jedoch drei, WGM, IM oder GM sein. WGM bedeutet Woman Grandmaster; IM und GM stehen für International Master und Grandmaster, also offene Titel, die Spieler jeden Geschlechts erwerben können. Die FIDE verlangt zudem einen Mindestanteil an Gegnern mit anerkannten Titeln.
Auf dem regulären Normenweg sind für den WGM-Titel Normen über mindestens 27 Partien erforderlich. Zudem muss die Spielerin irgendwann eine FIDE-Wertung von 2300 erreicht haben. Dies ist nicht der einzige Weg: Bestimmte Meisterschaftsergebnisse können nach einer gesonderten Tabelle direkte Titel oder direkte Normen verleihen. Ein formeller dokumentiert, dass die maßgeblichen Bedingungen erfüllt wurden.
Häufige Verwechslungen
WGM-Titel
Eine WGM-Norm ist eine anrechenbare Leistung. Für den WGM-Titel muss der vollständige regelkonforme Qualifikationsweg abgeschlossen werden; eine einzelne Norm genügt nicht.
WIM-Norm
Für eine WIM-Norm gelten niedrigere Schwellen: eine Turnierleistung von mindestens 2250 und eine durchschnittliche Gegnerwertung von mindestens 2030.
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