WIM-Norm

Auch bekannt als: Woman-International-Master-Norm

Ein Turnierergebnis, das die FIDE-Bedingungen erfüllt und für den frauenspezifischen Titel Woman International Master angerechnet werden kann.

Erklärung

Eine WIM-Norm ist eine Turnierleistung, die die Anforderungen des Weltschachverbands für den Titel Woman International Master, abgekürzt WIM, erfüllt. Wie jede Titel- bestätigt sie ein bestimmtes Ergebnis; allein verleiht sie noch nicht den vollständigen Titel. Eine FIDE-Wertung ist eine Zahl, die anhand der Ergebnisse die Wettkampfstärke einer Spielerin einschätzt.

Die FIDE misst die Leistung mit der Turnierleistung, die aus der Punktequote und der durchschnittlichen Wertungszahl der Gegner berechnet wird. Für eine WIM-Norm muss die Turnierleistung mindestens 2250 und der Wertungsdurchschnitt der Gegner mindestens 2030 betragen. Das Turnier muss außerdem Bedingungen zu Format, Partienzahl, vertretenen Verbänden und Titeln der Gegner erfüllen.

Gegner mit Titel

Mindestens ein Drittel der Gegner, mindestens jedoch drei, müssen WIM, WGM, IM oder GM sein. WIM und WGM sind die frauenspezifischen Titel Woman International Master und Woman Grandmaster; IM und GM sind offene Titel. Die FIDE verlangt außerdem einen allgemeinen Mindestanteil an Gegnern mit anerkannten Titeln.

Auf dem regulären Normenweg sind für den WIM-Titel Normen über mindestens 27 Partien erforderlich. Zudem muss die Spielerin irgendwann eine FIDE-Wertung von 2200 erreicht haben. Bestimmte Meisterschaftsergebnisse können auf einem anderen Weg direkte Titel oder direkte Normen verleihen. Der formelle dient als Nachweis, dass die Anforderungen erfüllt wurden.

Häufige Verwechslungen

WIM-Titel

Eine WIM-Norm zählt für den Qualifikationsweg, doch eine einzelne Norm macht eine Spielerin noch nicht zur WIM.

WGM-Norm

Für eine WGM-Norm gelten höhere Schwellen: eine Turnierleistung von mindestens 2400 und eine durchschnittliche Gegnerwertung von mindestens 2180.

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