Erklärung
In einem gewöhnlichen Schweizer Turnier können die ersten Paarungen sehr starke mit deutlich schwächeren Teilnehmern zusammenführen. Eine beschleunigte Paarung verändert vorübergehend die Bildung der ersten Gruppen, damit Spieler ähnlicher Stärke früher gegeneinander antreten.
Dabei werden weder echte Punkte verschenkt noch die Endwertung verändert. Beim von FIDE anerkannten Baku-Verfahren erhält etwa ein oberer Teil der Rangliste virtuelle Punkte, die ausschließlich zur Bildung der Paarungs-Punktgruppen dienen. Sie werden während der beschleunigten Runden reduziert und verschwinden danach; für die Turniertabelle zählen weiterhin nur erspielte Punkte.
Die Beschleunigung ist eine zusätzliche Schicht auf einem bestehenden Schweizer System, kein vollständig anderes Turnierformat. Sie wirkt vor allem am Anfang: Konkurrenzfähige Partien sollen früher entstehen, und mehrere nahezu vorhersehbare Runden aufgrund großer Stärkeunterschiede werden vermieden.
Verwendung und Kontext
FIDE erkennt bestimmte beschleunigte Verfahren wie das Baku-Verfahren an. Ein Veranstalter sollte nicht jedes improvisierte Schema mit veränderten Anfangsrunden als gleichwertig bezeichnen.
Häufige Verwechslungen
Virtuelle und echte Punkte
Virtuelle Punkte können die Paarung beeinflussen, werden aber weder dem tatsächlichen Ergebnis noch der Endpunktzahl des Spielers zugerechnet.
