Betrugsvermutung

Eine regelgebundene Vermutung, die ausgelöst wird, wenn eine anerkannte statistische Analyse den offiziellen Schwellenwert für eine Leistung überschreitet.

Erklärung

Die Betrugsvermutung ist ein beweisrechtlicher Status, den die Fair-Play-Regeln der FIDE definieren. Sie entsteht, wenn ein validierter Algorithmus oder eine validierte Methode eine Partie, eine Partienserie oder ein Turnier analysiert und ein statistisches Ergebnis oberhalb des offiziellen Schwellenwerts liefert.

Die Analyse verwendet eine Kennzahl namens Z-Wert. Vereinfacht ausgedrückt misst sie, wie weit die beobachtete Leistung von der Modellprognose für vergleichbare Spieler entfernt liegt. Ein hinreichend extremes Ergebnis kann die Vermutung auslösen, bedeutet aber weder, dass jeder Zug mit der ersten Wahl einer , also eines Programms zur Zugberechnung, übereinstimmte, noch dass jede brillante Leistung verdächtig ist.

Wird nach dieser Regel ein Verfahren eröffnet, muss der Spieler eine Erklärung vorlegen, die geeignet ist, die Vermutung zu widerlegen. Das Verfahren umfasst weiterhin eine Prüfung der Beweise und ein Recht zur Stellungnahme. Ein Signal der darf nicht als automatische Verurteilung oder als endgültige öffentliche Feststellung von dargestellt werden.

Verwendung und Kontext

Dies ist ein rechtlicher und statistischer Begriff der FIDE-Regeln, keine informelle Umschreibung dafür, dass jemand verdächtig wirkt.

Häufige Verwechslungen

Vermutung und endgültige Entscheidung

Die Vermutung verändert die Beweislage innerhalb eines Verfahrens. Sie ist nicht mit einer endgültigen Feststellung von Betrug gleichzusetzen.

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Technischer Verstoß

Ein kann geahndet werden, löst diese Vermutung für sich allein aber nicht aus.

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