Erklärung
Ein technischer Online-Regelverstoß liegt vor, wenn ein Spieler eine durch die Veranstaltungsregeln vorgeschriebene technische oder aufsichtsbezogene Bedingung nicht erfüllt. Als Beispiele nennt die FIDE die Trennung von der Videokonferenz, das Spielen ohne eingeschaltete Kamera, die fehlende Bildschirmfreigabe oder ein ausgeschaltetes Mikrofon, obwohl dessen Nutzung vorgeschrieben ist.
Der Verstoß kann eine harmlose Ursache wie einen Internetausfall haben oder auf einer Entscheidung des Spielers beruhen. In beiden Fällen kann er die Aufsicht beeinträchtigen und nach den Regeln eine sportliche oder disziplinarische Folge auslösen. Der Schiedsrichter kann außerdem berücksichtigen, ob der Spieler das Problem gemeldet, Anweisungen befolgt und versucht hat, die vorgeschriebenen Bedingungen wiederherzustellen.
Der isolierte technische Verstoß begründet definitionsgemäß nicht automatisch oder eine . Zusammen mit anderen Tatsachen kann er ein zusätzliches Beweismittel werden, doch Einordnung und erforderlicher Beweisgrad bleiben getrennt. Auch eine Warnung der macht den technischen Ausfall für sich allein nicht zu Betrug.
Häufige Verwechslungen
Verbindungsabbruch und Regelverstoß
In einer Veranstaltung mit vorgeschriebener Dauerverbindung kann ein Verbindungsabbruch auch dann den Verstoß darstellen, wenn er unbeabsichtigt war. Ursache und Reaktion des Spielers können die Folge beeinflussen.
Sanktion und Betrug
Eine Partieniederlage oder ein Ausschluss wegen nicht erfüllter Aufsicht bedeutet nicht zwingend, dass die Veranstaltung Betrug festgestellt hat.
Begriff anzeigen