Erklärung
In einer Komposition legt die Forderung fest, was erreicht werden muss, wer es erreichen soll und ob der Gegner sich verteidigt oder mitwirkt. Sie ist die Aufgabenstellung des Problems, nicht seine Lösung oder eine Zugliste.
Häufige Formen
- #2: Direktmatt in zwei Zügen. Weiß zieht und muss gegen jede schwarze Verteidigung spätestens mit seinem zweiten Zug mattsetzen.
- h#2: Hilfsmatt in zwei Zügen. Schwarz beginnt, und beide Seiten wirken zusammen, damit Weiß mit seinem zweiten Zug mattsetzt.
- s#3: Selbstmatt in drei Zügen. Weiß zwingt Schwarz, den weißen König innerhalb der angegebenen Zugzahl mattzusetzen.
- + und = in Studien: Weiß zieht und muss entsprechend einen Gewinn oder ein Remis erzwingen.
Buchstaben können je nach Veröffentlichung groß oder klein geschrieben werden, etwa H#2 oder h#2. Märchenschachprobleme können Bedingungen, unorthodoxe Figuren oder weitere Abkürzungen hinzufügen, sodass eine komplexere Forderung eine eigene Legende benötigt.
Die Position eines Zeichens kann seine Bedeutung verändern. In bedeutet + nach einem Zug gewöhnlich Schach. Als Forderung einer Studie bedeutet +, dass Weiß gewinnen muss. Der Kontext verhindert eine Verwechslung der Aufgabe mit einem Kommentar aus dem oder mit dem Partietext in , dem Textformat zum Speichern von Partien.
Verwendung und Kontext
Ausgangsstellung und Forderung bilden den Ausgangspunkt, den der Löser verstehen muss, bevor er nach Zügen sucht.
Häufige Verwechslungen
Das Zeichen + bedeutet immer Schach
Nach einem Zug kennzeichnet es gewöhnlich Schach, doch als Forderung einer Studie bedeutet es, dass Weiß einen Gewinn erzwingen muss.
Begriff anzeigenh#2 ist ein Direktmatt
Das h steht für Hilfsmatt: Schwarz beginnt und wirkt mit. Ohne h bezeichnet #2 die gewöhnliche Direktmattaufgabe.
Quellen
- 1.Handbook of Chess Composition, 8th Edition, Hannu Harkola / World Federation for Chess Composition
- 2.Codex of Chess Compositions, World Federation for Chess Composition
