Erklärung
Ein Gegenangriff ist eine offensive Aktion, die begonnen wird, während der Gegner angreift oder starken Druck ausübt. Statt sich nur passiv zu verteidigen, erzeugt der Spieler an einer anderen Stelle der gegnerischen Stellung eine konkrete Drohung. Das Ziel kann das Zentrum, der König, eine ungedeckte Figur oder der gegenüberliegende Flügel sein.
Vor einem Gegenangriff muss die ursprüngliche Drohung genau bestimmt werden. Kann der Gegner Matt erzwingen oder eine Dame gewinnen, ist eine langsame Aktion auf der anderen Brettseite bedeutungslos. Ein Gegenangriff funktioniert, wenn er eine gleich große oder größere Dringlichkeit erzeugt, die Quelle des Angriffs beseitigt oder genügend Zeit zur Stabilisierung gewinnt.
Eine praktische Prüfung
- Kann der Gegner die ursprüngliche Drohung sofort ausführen?
- Erzwingt dein Zug eine Antwort, oder kann der Gegner ihn ignorieren?
- Ist dein eigener König nach der forciertesten Fortsetzung sicher?
- Sind die angreifenden Figuren überdehnt, ungedeckt oder weit von dem Bereich entfernt, den du nun bedrohst?
Eine kann eine einzelne unmittelbare Antwortdrohung sein. Ein Gegenangriff bezeichnet gewöhnlich eine weiter entwickelte offensive Operation. ist noch umfassender und schließt jede nützliche Aktivität ein, die den Gegner daran hindert, ohne Widerstand zu handeln. Ein kann ebenfalls einen Gegenangriff einleiten, wenn er die Gefahr abwehrt und zugleich Druck erzeugt.
Häufige Verwechslungen
Jeder später ausgeführte Angriff
Ein offensiver Zug ist nur dann ein Gegenangriff, wenn er auf bestehenden gegnerischen Druck antwortet und die Prioritäten des Gegners tatsächlich verändert.
Quellen
- 1.Chess Defense & Counterattack, ChessWorld.net
