Karenzzeit

Auch bekannt als: zulässige Verspätung, Ankunftsfrist

Die höchstzulässige Verspätung nach Beginn einer Runde, bevor ein Spieler wegen Nichterscheinens normalerweise verliert.

Erklärung

Die Karenzzeit ist die für einen Wettbewerb festgelegte Ankunftsfrist. Das Wettbewerbsreglement muss sie im Voraus bekannt geben. Ist keine Frist angegeben, beträgt sie nach den Schachregeln des Weltschachverbands (FIDE) null Minuten: Ein Spieler, der nach der offiziellen Startzeit eintrifft, verliert normalerweise die Partie, sofern der Schiedsrichter nichts anderes entscheidet.

So wird sie angewandt

Beginnt eine Runde um 10:00 Uhr und erlaubt das Reglement fünfzehn Minuten, kann ein um 10:14 Uhr eintreffender Spieler noch spielen, seine Zeit ist jedoch bereits gelaufen. Eine Ankunft um 10:16 Uhr liegt nach Ablauf der Frist und führt normalerweise zu einem . Der Schiedsrichter prüft die Uhrzeit und erklärt das Ergebnis.

Die Uhr von Weiß wird zur angesetzten Startzeit in Gang gesetzt. Beträgt die Karenzzeit nicht null und ist keiner der Spieler anwesend, wird die bis zum Eintreffen von Weiß verstrichene Zeit nach der FIDE-Regel zunächst Weiß zugerechnet, sofern das Wettbewerbsreglement oder der Schiedsrichter nichts anderes vorsieht. Die Karenzzeit ist weder die gesamte Bedenkzeit noch die auf der angezeigte Partiedauer.

Verwendung und Kontext

Die Frist kann von Turnier zu Turnier verschieden sein. Sie muss im Wettbewerbsreglement nachgelesen und darf nicht aus den Gepflogenheiten anderer Veranstaltungen abgeleitet werden.

Häufige Verwechslungen

Bedenkzeitregelung

Die Bedenkzeitregelung legt fest, wie viel Zeit jeder Spieler für seine Züge hat. Die Karenzzeit bestimmt nur, wie spät ein Spieler zu Beginn eintreffen darf.

Nichterscheinen

Nichterscheinen ist die Abwesenheit des Spielers. Die Karenzzeit ist die Frist, anhand derer entschieden wird, wann diese Abwesenheit normalerweise zur Niederlage führt.

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