Erklärung
In seiner üblichen Bedeutung bei Direktmattaufgaben ist der Schlüsselzug der einzige erste weiße Zug, mit dem die korrekte Lösung beginnt. Bei einem Direktmatt erzwingt Weiß gegen den Widerstand von Schwarz ein Matt. Nach dem Schlüsselzug muss die Forderung, also die in der Aufgabe gestellte Bedingung, gegen jede erforderliche legale schwarze Verteidigung erfüllt werden können.
Ein Schlüsselzug muss weder Schach bieten noch schlagen oder wie der zwingendste Zug wirken. Er kann ein stiller Zug sein. Entscheidend ist nicht, ob er spektakulär aussieht, sondern ob er alle zur Lösung gehörenden Varianten korrekt organisiert.
Der Schlüsselzug lässt sich am besten durch den Vergleich mit anderen ersten Zügen verstehen. Eine scheint zu funktionieren, wird jedoch durch eine Widerlegung besiegt. Eine ist ein unbeabsichtigter zweiter erster Zug, der die Aufgabe ebenfalls löst und damit die Korrektheit beeinträchtigt. Das hingegen beschreibt Varianten, die vor der Ausführung des Schlüsselzugs vorbereitet sind.
Häufige Verwechslungen
Der Schach bietende Zug
Der Schlüsselzug kann Schach bieten, wird aber nicht dadurch definiert. Entscheidend ist, dass er als korrekter erster Zug die gesamte Lösung ermöglicht.
Verführung
Eine Verführung ist ein falscher Schlüsselzug, der an einer Verteidigung scheitert. Der echte Schlüsselzug erfüllt die Forderung gegen alle erforderlichen Verteidigungen.
Quellen
- 1.Glossary of Chess Problem Terms, OzProblems
- 2.Codex of Chess Compositions, World Federation for Chess Composition (WFCC)
- 3.Estipulaciones y varios, Unión Argentina de Problemistas de Ajedrez
