Erklärung
Die Uhr drücken bedeutet, nach dem Zug die eigene Seite der Schachuhr zu betätigen. Dadurch wird die eigene Zeit gestoppt und die des Gegners gestartet. Die Zeit zwischen dem Loslassen der Figur und dem Drücken der Uhr wird weiterhin dem ziehenden Spieler angerechnet.
Im gewöhnlichen Wettkampfschach wird der Zug durch das Drücken der Uhr abgeschlossen. Zuerst wird auf dem Brett gezogen, danach die Uhr gedrückt, wobei beide Handlungen gemäß der mit derselben Hand erfolgen müssen. Ein Spieler darf die Uhr nicht vor dem Zug drücken, einen Finger darauf ruhen lassen, die Hand darüber schweben lassen oder heftig auf das Gerät schlagen.
Manche Züge beenden die Partie sofort, etwa ein Schachmatt, bei dem der König angegriffen ist und keine regelkonforme Antwort besitzt. Sie benötigen keine anschließende Uhrbetätigung, um wirksam zu werden. Ein regelwidriger Zug gilt dagegen als abgeschlossen, sobald der Spieler seine Uhr drückt. Dann können eine , also die Rückkehr zum letzten bestimmbaren Zustand vor dem Fehler, und eine Strafe erforderlich sein.
Eine Uhrtaste zu drücken ist nicht dasselbe wie die gesamte Schachuhr anzuhalten. Beide Anzeigen zu stoppen ist zulässigen Situationen vorbehalten, etwa wenn die Hilfe des Schiedsrichters benötigt wird.
Häufige Verwechslungen
Ausgeführter und abgeschlossener Zug
Durch das Loslassen der Figur ist der Zug gewöhnlich ausgeführt. Das Drücken der Uhr schließt ihn im regeltechnischen Sinn normalerweise ab.
Quellen
- 1.Article 6: The Chessclock, FIDE Rules Commission
- 2.Glossary of Terms in the Laws of Chess, FIDE Rules Commission
- 3.Article 7: Irregularities, FIDE Rules Commission
