Erklärung
Eine sprechende Schachuhr gibt per Audio jene Informationen aus, die andere Spieler auf einer ablesen. Sie ist hauptsächlich für blinde und sehbehinderte Spieler vorgesehen und kann nach Betätigung eines Bedienelements ansagen, wie viel Zeit jedem Spieler verbleibt.
Die FIDE-Schachregeln gestatten speziell konstruierte Uhren für sehbehinderte Spieler und sehen vor, dass diese Zeit und Zugzahl ansagen können. Einzelne Modelle können zusätzlich Tasten mit tastbaren oder Braille-Markierungen besitzen, wobei Braille das Lesen über erhabene Punkte ermöglicht, sowie Lautstärkeregler und getrennte Ohrhörer, damit die Information privat bleibt und den Gegner nicht stört.
Sprechend bedeutet nicht, dass das Gerät die Stellung analysiert oder Züge empfiehlt. Seine Aufgabe ist die Ausgabe von Uhrdaten. Es sagt auch nicht zwingend die Züge auf dem Brett an. Diese Aufgabe kann nach den geltenden Barrierefreiheitsregeln den Spielern oder einem Helfer zukommen, also einer befugten Person, die bei bestimmten Handlungen unterstützt.
Die wesentliche Bedienung entspricht weiterhin der einer normalen Schachuhr: Nach dem Zug muss der Spieler die , um die eigene Zeit zu stoppen und die des Gegners zu starten, vorbehaltlich einer vom Schiedsrichter genehmigten Anpassung.
Verwendung und Kontext
Bei einem Wettkampf sollten Schiedsrichter und Veranstalter die barrierefreie Ausstattung und jede erforderliche Unterstützung im Voraus abstimmen.
Häufige Verwechslungen
Uhransage und fremde Beratung
Die Uhr gibt Zeit- und Bedienungsdaten aus. Sie darf die Stellung nicht bewerten oder einen Zug vorschlagen.
Quellen
- 1.Appendix D. Rules for Play with Blind and Visually Disabled Players, FIDE Rules Commission
- 2.DGT Echo Talking Chess Clock, Digital Game Technology
