Erklärung
Eine Schachuhr besitzt zwei verbundene Zeitanzeigen, eine für jeden Spieler, von denen jeweils nur eine laufen kann. Eine Anzeige zeigt die verbleibende Zeit und enthält ein als Fallblättchen bezeichnetes Signal, das erkennen lässt, dass die zugeteilte Zeitperiode abgelaufen ist.
Die Anzeige kann ein mechanisches Zifferblatt oder ein digitaler Bildschirm sein. Digitale Uhren können zusätzlich Sekunden, Spielperioden, Inkremente, also mit jedem Zug gewährte Zusatzsekunden, und eine vom Gerät erfasste Zugzahl anzeigen. Die technischen FIDE-Vorgaben verlangen, dass Anzeigen und Signale für den Blättchenfall unter normalen Turnierbedingungen gut lesbar sind.
Liegt kein offensichtlicher Defekt vor, ist die Anzeige der Schachuhr maßgeblich. Ist das Gerät defekt oder falsch eingestellt, darf der Schiedsrichter es anhalten, ersetzen und bestimmen, welche Zeiten übernommen werden. Ein externer Übertragungsbildschirm ersetzt die offizielle Uhr nicht und reicht allein nicht für eine Reklamation aus, also einen formellen Antrag auf eine Entscheidung des Schiedsrichters.
Eine Anzeige ist nicht die gesamte Schachuhr. Wenn ein Spieler die , stoppt eine Anzeige und die andere startet. Eine gibt gleichwertige Informationen per Audio aus und macht sie ohne visuelle Wahrnehmung zugänglich.
Quellen
- 1.Article 6: The Chessclock, FIDE Rules Commission
- 2.03. Chess Equipment with Electronic Components (effective from 1 March 2026), FIDE
