Entfesselung

Auch bekannt als: Aufhebung der Fesselung

Eine Maßnahme, die eine Figur befreit, deren Zug den König oder ein anderes wichtiges Ziel freilegen würde.

Erklärung

Eine Fesselung entsteht, wenn eine vor einer anderen stehende Figur nicht frei ziehen kann, weil sie sonst den König, eine wertvollere Figur oder einen entscheidenden Punkt freilegen würde. Entfesseln bedeutet, diese Beziehung so zu verändern, dass die vordere Figur ihre Beweglichkeit zurückgewinnt oder ihr Zug keine schwerwiegende Folge mehr hat.

Bei einer absoluten Fesselung schützt die Figur den König vor einem Linienangriff. Sie von der Linie zu ziehen und den König im Schach zu lassen wäre illegal. Bei einer relativen Fesselung ist der Zug legal, führt aber gewöhnlich zum Verlust der dahinterstehenden Figur oder eines anderen wichtigen Vorteils.

Übliche Arten der Entfesselung

  • Den König oder die wertvolle hintere Figur ziehen, sodass das Ziel der Fesselung nicht mehr besteht.
  • Die fesselnde Figur schlagen oder vertreiben, auch mit der gefesselten Figur, wenn dieser Schlag legal ist.
  • Eine andere Figur in die Angriffslinie stellen, damit die gefesselte Figur anschließend ziehen kann.
  • Bei einer relativen Fesselung eine stärkere taktische erzeugen oder den Verlust des hinteren Ziels hinnehmen, wenn die Kompensation ausreicht.

Eine Entfesselung muss kein passiver Verteidigungszug sein. Eine Antwort auf Grundlage einer konkreten kurzen Zugfolge kann Figuren tauschen, eine Reaktion erzwingen oder gegnerischen Druck in eigene Aktivität verwandeln.

Häufige Verwechslungen

Zug einer gefesselten Figur und Entfesselung

Bei einer relativen Fesselung kann der Zug legal sein, obwohl das hintere Ziel verloren geht. Dadurch wird die Ausrichtung aufgehoben, das Problem aber nicht unbedingt günstig gelöst.

Verwandte Begriffe

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