Erklärung
Ein angegriffenes Feld ist ein Feld, das von einer gegnerischen Figur kontrolliert wird. Die grundlegende Prüfung lautet, ob diese Figur eine dort stehende Figur nach ihrer normalen Zugweise schlagen könnte. Das Feld darf leer sein. Bauern greifen die beiden vorwärts gerichteten Diagonalfelder an, obwohl sie gerade ziehen. Könige greifen benachbarte Felder an, und Läufer, Türme sowie Damen greifen entlang von Linien bis zum ersten Hindernis an.
Auswirkung auf den König
Ein König darf nicht auf ein angegriffenes Feld ziehen, weil er dort im Schach stünde. Ein vorhandenes genügt auch nicht, wenn der König angegriffen ist, ein angegriffenes Feld überqueren müsste oder auf einem solchen Feld landen würde. Das Erkennen von Angriffen ist deshalb für jede unerlässlich.
Ein regeltechnisches Detail ist besonders wichtig: Eine Figur gilt weiterhin als Angreifer eines Feldes, selbst wenn sie nicht dorthin ziehen könnte, weil dadurch ihr eigener König im Schach stünde. Beispielsweise kann eine vor ihrem König gefesselte Figur den gegnerischen König weiterhin daran hindern, ein von ihr kontrolliertes Feld zu betreten. Diese Definition verhindert auch, dass die beiden Könige benachbart stehen.
Ein Feld anzugreifen bedeutet nicht immer, im nächsten Zug eine nützliche Schlagmöglichkeit zu drohen. Der regeltechnische Begriff beschreibt die für die Königssicherheit relevante Kontrolle, während auch einen umfassenderen offensiven Plan bezeichnen kann.
Häufige Verwechslungen
Ein Bauer greift das Feld vor sich an
Nein. Ein Bauer zieht auf das Feld vor sich, greift aber nur seine beiden vorwärts gerichteten Diagonalfelder an.
Eine gefesselte Figur greift nichts an
Für die Regeln zur Königssicherheit kann sie weiterhin angreifen. Nach den FIDE-Regeln gilt der Angriff auch dann, wenn ein Zug dieser Figur den eigenen König entblößen würde.
Quellen
- 1.Article 3: The Moves of the Pieces, FIDE Rules Commission
