Erklärung
Märchenschach erweitert die Komposition über die üblichen Schachregeln hinaus. Ein Werk kann Figuren mit neuen Zugmöglichkeiten, eine veränderte Zugbedingung, ein anderes Brett oder eine andere ausdrücklich definierte Änderung einführen.
Für den Löser ist wesentlich, die Änderung vor dem Lösen zu kennen. Es darf nicht angenommen werden, dass jede Figur, jeder Schlagfall oder jede Mattbedingung wie in einer gewöhnlichen Partie funktioniert. Nach Angabe der Sonderregel wird das Problem gelöst, indem diese konsequent zusammen mit den weiterhin geltenden orthodoxen Regeln angewendet wird.
Die Abgrenzung der Kategorien kann variieren. Der Codex der World Federation for Chess Composition (WFCC), des internationalen Verbands für Schachkomposition, trennt den Aufgabentyp vom verwendeten Regelsatz. Formen wie , bei dem beide Seiten zusammenarbeiten, um Schwarz mattzusetzen, und , bei dem Weiß Schwarz zum Mattsetzen des weißen Königs zwingt, können daher nach ihrem Ziel klassifiziert werden, ohne allein deshalb eine Märchenfigur oder Märchenbedingung zu erfordern. Es gibt auch und mit Märchenbedingungen.
Häufige Verwechslungen
Jede Schachvariante
Märchenschach ist besonders als Begriff der Schachkomposition etabliert. Es kann Regeln mit spielbaren Varianten teilen, doch hier geht es um Probleme und Kompositionen mit nicht orthodoxen Elementen.
Hilfsmatt
Ein Hilfsmatt verändert die Aufgabe und die Zusammenarbeit der Seiten. Je nach Taxonomie kann es getrennt vom Märchenschach behandelt werden, wenn Brett, Figuren und Zugregeln orthodox sind.
Quellen
- 1.Codex of Chess Compositions, World Federation for Chess Composition (WFCC)
- 2.Glossary of Chess Problem Terms, OzProblems
